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Eröffnung der Barten-Galerie 2015

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Eröffnung der Barten-Galerie 2015

Betrachtung von Professor Goppelsröder, Duisburg

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Die Arbeiten Sig Fabigs bleiben zunächst spröde und zuweilen sperrig – also beileibe nicht in einem Augenblick zu erfassen. Doch ist dies Hinweis künstlerischer Kraft.Die Werke des letzten Jahres erstaunen durch poetische Musikalität. Braunroter Rost vernutzter Bleche. Kraftvolle Kulisse vor eine südliche Landschaft gerückt, zu Buchstaben gebogen, als monumentales Zeichen ins Bildgeviert gespannt.Aufregende Szenen, die den Betrachter zur Mit-Täterschaft herausfordern. Erinnerungen an Erfahrungen werden gemacht. Sie sind keine Hinzufügungen, vielmehr im Bild angelegt. Sie tauchen auf und müssen der genauen Prüfung standhalten oder verschwinden wieder.

Die Sprache der Bilder geschieht jenseits der bewussten intellektuellen Kontrole und ist gleichwohl, wenn sie genau gesprochen wird, alles andere denn schwärmerische Gefühlsseligkeit unprüfbar jeder Kontrolle entzogen. Es sind Bilder als Erkenntnis entstanden, die weder begrifflich noch anekdotisch nachzuprüfen sind, sondern in einem Bereich von Erkenntnis eigener Art uns und unsere Sehfähigkeit herausfordern.Die Bilder fordern die Antwort, ob unsere Phantasiekraft stark genug ist, ein geistiges Phänomen in unser Dasein einzulassen und mit unserem Dasein zu begreifen, und ob wir es vorziehen, den Eindruck sogleich abzustoßen oder eiskalt zu bleiben und gar nichts wahrzunehmen.Zum Schluss der Wunsch, Bereit-schaft und Freude zu finden, auf dem Weg zu und mit Sig.

Die Arbeiten Sig Fabigs bleiben zunächst spröde und zuweilen sperrig – also beileibe nicht in einem Augenblick zu erfassen. Doch ist dies Hinweis künstlerischer Kraft.Die Werke des letzten Jahres erstaunen durch poetische Musikalität. Braunroter Rost vernutzter Bleche. Kraftvolle Kulisse vor eine südliche Landschaft gerückt, zu Buchstaben gebogen, als monument-les Zeichen ins Bildgeviert gespannt.Aufregende Szenen, die den Betrac-ter zur Mit-Täterschaft herausfordern. Erinnerungen an Erfahrungen werden gemacht. Sie sind keine Hinzufügungen, vielmehr im Bild angelegt. Sie tauchen auf und müssen der genauen Prüfung standhalten oder verschwinden wieder.

Die Sprache der Bilder geschieht jenseits der bewussten intellektuellen Kontrolle und ist gleichwohl, wenn sie genau gesprochen wird, alles andere denn schwärmerische Gefühlsseligkeit unprüfbar jeder Kontrolle entzogen. Es sind Bilder als Erkenntnis entstanden, die weder begrifflich noch anekdotisch nachzuprüfen sind, sondern in einem Bereich von Erkenntnis eigener Art uns und unsere Sehfähigkeit herausfordern.Die Bilder fordern die Antwort, ob unsere Phantasiekraft stark genug ist, ein geistiges Phänomen in unser Dasein einzulassen und mit unserem Dasein zu begreifen, und ob wir es vorziehen, den Eindruck sogleich abzustoßen oder eiskalt zu bleiben und gar nichts wahrzunehmen.Zum Schluss der Wunsch, Bereitschaft und Freude zu finden, auf dem Weg zu und mit Sig.

Donaukurier: Ausstellung ||Jura|| in Eichstätt

17.05.2016 18:31 Uh

Zwei unterschiedliche Blicke auf den „Jura“

Eichstätt (zba) Siegfried Sig Fabig und Viktor Scheck, zwei befreundete Maler vom Bundesverband Bildender Künstler und Künstlerinnen Oberbayern Nord und Ingolstadt (BBK), stellen derzeit in der ehemaligen Johanniskirche in Eichstätt ihre Werke aus. Das Thema der Ausstellung „Jura“ zeigt außergewöhnliche Bilderzyklen in ihrer Vielschichtigkeit und malerischen Qualität.

Die Eröffnungsrede bei der Vernissage hielt Dr. Dieter Distl, ehemaliger Kulturamtsleiter der Stadt Neuburg. Die Werke dieser beiden Kunstschaffenden sind demnach nicht Produkte des philosophischen Nachdenkens in der Abgeschlossenheit einer Studierstube, sondern Beobachtung der Natur vor Ort. „Beide“, so die Worte Distls, „sind selbst angestellte Betrachter der Welt, als Maler, als Fußgänger, Mensch-Tier-Pflanzenbeobachter.“

Als Künstler seien sie nicht leicht festzulegen, sie seien beide Spurensucher. Distl: „Diese Art der Malerei ist keine Flucht aus der Realität, es ist vielmehr eine Flucht in die Realität, der man nicht genug nahe sein kann.“

Der Bilderzyklus von Viktor Scheck befasst sich mit der Entstehungsgeschichte des Jura. Die Reihe beginnt mit dem Titel „Jurameer“. Das Bild vermittelt die Faszination vom Werden des ehemaligen Meeresgrunds zur Landschaft. Wie seine Werke entstehen, erklärt er selbst: „Wer Landschaft verstehen will, muss sie durchwandern. Wenn ich beim Wandern bin, habe ich das Gefühl, der gesamte Naturraum durchwandert meine Sinne bis zu einem inneren Speicher. Tage, Monate oder Jahre später strömen dann diese Eindrücke und Erfahrungen hervor und werden zu einem Bildgegenstand.“

Die Reihe der Öl- beziehungsweise Acrylgemälde von Sig Fabig ist zweigeteilt. Im ersten benennt er seine Bilder lateinisch wie „Archeotypus Pneumus Solnhofensus“, „Cantus Pederatus“ oder „Porcus Plasticus Solnhofensus“. Letzteres ist der Blick auf ein Plastikschwein, das er in einem Solnhofer Garten entdeckt hat. Der Hintergrund dieser Arbeiten sei, wie er sagt, mehr ein Schmunzeln. Der zweite Teil vermittelt einen Querschnitt der Juralandschaft. Bilder wie „Morgenstimmung mit Bodennebel“, „Über der Altmühl“, „Steinbruch“ und „Vogelinsel Altmühlsee“ geben tiefe Eindrücke und faszinierende Stimmungen wieder.

Was die Ausstellung interessant macht, ist das Gegenüberstehen zweier unterschiedlicher künstlerischer Positionen: Fabig, der eine feine, realistische Malerei pflegt, und Scheck mit seinem impulsiven, gestischen Malstil. Beiden gemeinsam ist die ruhige Farbgebung, die die ehemalige Johanniskirche zu einem Ruheraum werden lässt, in der Landschaft erfahren werden kann.

Die Ausstellung „Jura“ in der ehemaligen Johanniskirche am Domplatz in Eichstätt ist noch bis zum 22. Mai zu sehen, täglich von 11 bis 18 Uhr.
Von Franz Bauer (Donaukurier (Eichstätt)